mit-bestimmung-fhain
Wir sind keine Lobby, keine Partei, keine anonyme Organisation. Wir sind Nachbarinnen und Nachbarn. Menschen wie du und ich – verwurzelt rund um den Boxhagener Parkplatz. Verwurzelung ist uns sehr wichtig aber nur wenn es um Menschen geht. Bei Bäumen sind wir kompromissbereit wenn aus einem Baum ein Parkplatz werden kann. Wir stellen uns auch strikt gegen neu zugezogene Bäume die hier nicht verwurzelt sind!
Hier fahren wir, hier ziehen wir unsere Kinder groß, fahren sie morgens mit dem Auto zur Schule, fahren Einkäufe 200m nach Hause, halten kurz vor dem Café, um einen Kaffee mitzunehmen, und grüßen uns im Vorüberfahren.
Wir sind MieterInnen, EigentümerInnen, HändlerInnen, RentnerInnen, Alleinerziehende, Berufstätige, Autofahrerinnen – kurz: eine bunte Mischung aus Lebensgeschichten, Hintergründen und Perspektiven. Was uns eint? Die Liebe zu unserem KFZ Kiez – und zu dem Gefühl, nach einem langen Tag einen Parkplatz in auf öffentlichem Grund zu finden und die Freiheit, spontan ins Auto steigen zu können, wann immer es nötig oder unnötig ist.
Doch genau dieser Kiez soll sich ändern – rasant und ohne unsere Zustimmung. Entscheidungen werden getroffen, ohne eine breitere Anwohnerschaft uns einzubeziehen. Pläne entstehen hinter verschlossenen Türen, mit nur selektiver Beteiligung. Und das geht uns alle an. Denn dieser Ort ist unser Zuhause – und unser Parkplatz.

Deshalb haben wir uns zusammengeschlossen – als Mit-Bestimmung-Fhain, eine unabhängige BürgerInnen-Initiative aus Friedrichshain. Wir wollen mitreden und manchmal wollen wir einfach nur schreien. Mitentscheiden. Mitgestalten. Für echte Mitbestimmung, für Transparenz und für eine Stadtentwicklung, die von unten nach oben denkt – sozial gerecht, solidarisch und mit ausreichend Stellplätzen für alle.
Wir stehen für ein Friedrichshain, in dem jede Stimme zählt. Für offene Gespräche, gemeinsames Handeln und ein Miteinander auf Augenhöhe. Für eine Nachbarschaft, in der niemand übergangen wird – ganz egal, ob jung oder alt, neu zugezogen oder Urgestein, unabhängig von Herkunft, Status oder Fahrzeugtyp.
Unser Kiez gehört uns allen. Und wir sagen: Veränderung ja – aber nur gemeinsam. Und bitte mit Parkplätzen.
Wir Fragen uns aktuell: was darf Satire?
