Also, ich muss mal was loswerden: Überall reden die von „Bürgerbeteiligung“ bei der Verkehrsberuhigung im Kiez. Workshops, Online-Umfragen, Infoabende – klingt ja alles ganz toll. Aber ich? Ich hab davon nichts mitbekommen. Keine Einladung, keine Flyer, keine E-Mail. Nichts!

Da steht auf der offiziellen Seite, dass man sich beteiligen kann – ja, klar, wenn man das Internet durchforstet, vielleicht. Aber wer hat schon Zeit, sich durch stundenlange Online-Formulare zu klicken oder an einem Dienstagabend in einen Workshop zu gehen, wenn man gerade versucht, einen Parkplatz zu finden?
Und dann heißt es, es gäbe „umfangreiche Beteiligungsverfahren“. Für wen denn? Für Leute, die zufällig in der richtigen Facebook-Gruppe sind? Oder für diejenigen, die ständig am Rechner hängen? Ich jedenfalls bin viel unterwegs, habe Familie und einen Job – da bleibt keine Zeit für stundenlange Beteiligungsexperimente.
Am Ende wird einfach gemacht, und wir sollen dann dankbar sein, dass wir überhaupt mitreden durften. Aber ehrlich: So fühlt sich das nicht an. Es fühlt sich an wie ein „Wir haben euch gefragt, aber ihr habt nicht mitgemacht“-Vorwurf. Dabei wurde ich ja gar nicht gefragt!
Also, liebe Verantwortliche: Wenn ihr wirklich wollt, dass alle mitmachen, dann ladet uns doch einfach mal persönlich ein. Nicht nur digital, nicht nur theoretisch. Sonst bleibt das Ganze doch nur eine schöne Geschichte, die man erzählt, damit es gut aussieht.
Bis dahin bleibe ich skeptisch – und parke weiter, wo ich kann.
Update: Beteiligung gar nicht möglich!
Die BZ bestätigt: Autofahrer verlieren jedes Jahr 62h bei der Parkplatzsuche. Wenn man so viel Zeit in seinem Auto verliert ist es nur logisch, dass man sich gar nicht demokratisch beteiligen kann oder sich informieren kann. Jetzt wird auch klar warum die Fußgänger Zeit haben Vereine zu Gründen! Auch die Fahrradfahrer nutzen geschickt ihre gewonnene Zeit. Selbst die ÖPNV Nutzer haben unsere Schwäche erkannt!
Als Gegenstrategie empfehle ich: ein möglichst großen Wagen zu kaufen um ein möglichst gutes Preis-Leistungs Verhältnis zu erzielen bei den Anwohnerparkgebühren von 10,20€ / Jahr!

